Carbon Due Diligence Light & Thermische Simulation Bürogebäude in Karlsruhe
Im April 2024 wurde LIST Eco von der Firma Pfeiffer & May SE mit einer Carbon Due Diligence Light für ein Büro-Bestandsgebäude in Karlsruhe beauftragt.
Bei einer CDD Light nimmt LIST Eco folgende Leistungen vor: Aufnahme des IST-Zustands, Einordnung auf dem CRREM-Pfad, Erstellen eines Maßnahmenpakets, eine Einordnung in das SOLL auf dem CRREM-Pfad und auch eine Fördermittelübersicht.
Schlussendlich stellte sich heraus, dass die Bestandsimmobilie in Karlsruhe zunächst kein aktues, wirtschaftliches Risiko darstellt. Der aktuelle Stranding-Zeitpunkt liegt in 2026. Durch die Umsetzung aller anlagentechnischer Optimierungsmaßnahmen (V1 bis V3 in Kombination) kann der Stranding-Zeitpunkt auf 2036 verzögert werden. Um bis 2045 (Deutschland) bzw. 2050 (EU) klimaneutral zu werden, kann man langfristig auch über bauliche Maßnahme (z.B. Ertüchtigung der Fassade) sowie den Bezug von Grünstrom/Ökostrom nachdenken.
Um weiteres Optimierungspotenzial der Immobilie zu identifizieren wurde LIST Eco 2025 mit einer thermischen Simulation beauftragt. Die Ergebnisse zeigen, dass „Variante 3“ mit Heiz- und Kühldecke den besten thermischen Komfort gewährleistet. Die gleichmäßige Strahlungswärmeverteilung trägt wesentlich zur Behaglichkeit bei. Hinsichtlich des Energiebedarfs bei zufriedenstellendem Komfort stellt Variante 3 ebenfalls die effizienteste Lösung dar.
Vorteile der thermischen Simulation
Die thermische Gebäudesimulation liefert präzise Planungsgrundlagen statt pauschaler Annahmen. Sie arbeitet mit standortspezifischen Wetterdaten über alle 8.760 Stunden eines Jahres und bildet das reale thermische Verhalten des Gebäudes vollständig ab – inklusive Temperaturzyklen, tatsächlicher Nutzung und Strahlungsintensitäten.
Planungssicherheit: Frühzeitig erkennen, wie sich Räume verhalten – keine teuren Überraschungen nach der Fertigstellung.
Kostenersparnis: Durch bedarfsgerechte Anlagendimensionierung (Peak Shaving) vermeiden Sie Überdimensionierung. Kleinere Anlagen bedeuten geringere Investitions- und Betriebskosten – oft übersteigen die Einsparungen die Kosten der Simulation.
Realitätsnähe: Anders als die normative Berechnung nach DIN 4108-2 nutzt die Simulation echte lokale Klimadaten statt pauschaler Regionaldaten. Sie berücksichtigt die tatsächliche Nutzung, nicht nur Standardwerte.
Komfortnachweis: Verlässliche Aussagen zum thermischen Komfort über das gesamte Jahr – Übertemperaturstunden werden exakt ermittelt.
Zukunftssicherheit: Die Simulation kann mit zukünftigen Klimadatensätzen (z. B. 2045) arbeiten und ist die ideale Grundlage für dynamische Energiesimulationen, Nachhaltigkeitszertifizierungen (DGNB, EU-Taxonomie) und LCA-Berechnungen.