Anja Mandelkow, Geschäftsführende Gesellschafterin der LIST Develop Social GmbH & Co. KG, hat einen Beitrag veröffentlicht, der einen Nerv trifft.
Jahreskongress Wohnen und Pflege im Alter Quelle: Shutterstock
Ausgangspunkt ihres Artikels "Schluss mit dem "Geht-nicht"-Mantra: Warum wir betreutes Wohnen vom Ende her denken müssen." ist, dass Betreiber im betreuten Wohnen seit Jahren denselben Satz höhren – „Günstiger geht nicht." Anja kennt diesen Satz aus einer anderen Perspektive. Vor ihrer Zeit bei LIST Develop Social hat sie jahrzehntelang auf der finanzierenden Seite gearbeitet. Ihr Fazit: Das ist kein Naturgesetz. Es ist das Ergebnis veralteter Prozesse.
Und es hat Konsequenzen. Denn 76 % der mietenden Seniorenhaushalte zahlen weniger als 500 Euro Nettokaltmiete – gebaut wird aber häufig für eine Zielgruppe, die das Doppelte und mehr tragen kann. Das Angebot und die Realität klaffen weit auseinander.
Die Ursache sieht Anja nicht im Bauen selbst, sondern in der Reihenfolge: Wer zuerst zeichnet und dann rechnet, verliert die Kostenkontrolle, bevor der erste Spatenstich erfolgt. Bei LIST Develop Social drehen wir das um. Die Zielmiete steht am Anfang – als verbindliche Leitplanke. Technische Planung folgt früh. Und mit unserem modularen Modellbaukasten, entwickelt gemeinsam mit den Spezialisten des LIST-Kosmos, schaffen wir kosteneffiziente Gebäude, die zur Zielgruppe passen – nicht umgekehrt.
Bezahlbares betreutes Wohnen ist keine Utopie. Es ist eine Frage der Haltung.
Der Link zum Artikel: https://www.heuer-dialog.de/news/2140006449/schluss-mit-dem-geht-nicht-mantra-warum-wir-betreutes-wohnen-vom-ende-her-denken-muessen