Holz als klimafreundlicher Baustoff? Wie nachhaltig sind wir damit in Zukunft wirklich?

Holz als Baustoff ist aktuell ziemlich en vogue. Und dabei immer mit dem Label „klimafreundlich“, weil Holz CO2 speichert und damit attraktiver ist als Beton. Mancher spricht sogar von einem gebauten CO2-Zwischenlager als Teil des Klimaschutzes. Aber stimmt das wirklich, haben wir das Gesamtbild erfasst? Denn der Wald hat vielfältige Funktionen und steht durch den Klimawandel schon im Stress. Unsere Experten vermittelten in Impulsvorträgen, was der Wald für uns über das Holz hinaus leistet und wie wenig wir zugleich über dieses Ökosystem wissen, wie wir Holz als Baustoff im Kontext von Ressourcenschonung und Klimaschutz verwenden können und welche Besonderheiten die Ökobilanzierung von Holz mit sich bringt. Außerdem zeigte sich zweierlei: zum einen existiert in der Immobilienbranche eine gewisse Unsicherheit, wie viel Holz als Baumaterial heute und zukünftig eingesetzt werden kann und welche Baumarten zukünftig überhaupt Bauholz liefern. Zum anderen ist es nun notwendig, in den Dialog mit der Politik zu gehen um die wichtigen Funktionen des Ökosystem Wald in Einklang mit der Nutzung von Holz als Baustoff und damit potenzieller CO2-Senke gegen eine Nutzung als Biomasse abzuwägen. Dabei muss auch berücksichtigt werden, dass Holz als Baustoff zirkulär genutzt werden muss, um eine echte CO2-Speicherung darzustellen. Klar war für alle Experten auch: Zukünftig wird Suffizienz immer wichtiger, da wir mit weniger Rohstoffen auskommen müssen. Hier ist der Dialog zwischen Verbrauchern – wie Planern und Bauherren – und Forstwirten sowie Waldbesitzern wichtig, um Lösungen zu finden, die der neuen Sorgsamkeit Rechnung tragen.


Die Statements des Abends.

„Auch Holzbau verschärft die Klimakrise – wir müssen den Umgang mit der begrenzten Ressource Holz grundlegend ändern“
Tobias Wohlleben, Geschäftsführer Wohllebens Waldakademie

„Der zirkuläre Holzbau ist ein wesentlicher Baustein für das Bauen der Zukunft. Mittels zirkulärer Holzbauweise lassen sich die immensen Herausforderungen von Ressourcenverknappung und Klimawandel im Bausektor adressieren, sodass Bauen von einem Teil des Problems zu einem Teil der Lösung werden kann.“
Jeroen Meissner, Architekt partner und partner

"Bei der Ökobilanzierung von Holz müssen wir zukünftig die gesamte Wertschöpfungskette berücksichten, um wirklich vergleichen zu können." 
Sebastian Theißen, geschäftsführender Gesellschafter LIST Eco

"Es ist ein Dialog mit der Politik notwendig, um sowohl die Nutzung von Holz auch auch die Holzpreise in eine Richtung zu bewegen, die das Bauen mit Holz attraktiv machen kann. Dabei müssen wir berücksichtigen, dass der Anbau von Holz in Zeiträumen von Generationen abläuft."
Prof. Dr. Hubert Speth, Experte für Waldbewirtschaftung und Forstinvestment

"Umwelt- und Klimaschutz ist sehr wichtig. Wir müssen aber auch bedenken, dass wir an Holz als Baustoff nicht vorbeikommen. Daher ist ein Dialog zwischen allen Beteiligten – Umweltschützern, Architekten, der Forstwirtschaft, der Politik – wichtig, um gemeinsam Lösungen zu finden." 
Benedikt Scholler, Geschäftsführer pom+ Deutschland und Vertreter der Koalition für Holzbau 


Die Bilder des Abends.

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Eva-Maria Wolf
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Mehr zur Nachhaltigkeit im Immobiliensektor. Der LIST-Journal.