Ein großes Baufeld, im Hintergrund Bäume und Himmel. Auf dem Baufeld ein Radlader.
Quelle: LIST Gruppe

Wer hoch hinaus will, braucht ein solides Fundament

Über die Wichtigkeit von Bodenarbeiten

Jedes Gebäude benötigt ein Fundament. Und diese Fundamente benötigen eine stabile Umgebung. Deswegen muss das Erdreich auf einer Baustelle gewisse Voraussetzungen erfüllen.

Besonders umfangreiche Erdarbeiten hat unser Baustellenleiter Robert Platzer auf unseren Baustellen in Naila, Helmbrechts und Tirschenreuth umgesetzt. Hier entstehen drei fast baugleiche Zustellstützpunkte für die Deutsche Post.

„An allen Standorten mussten wir das Erdreich mit Kalkeinbringungen stabilisieren“, führt Robert Platzer aus. Dazu wird der Boden zunächst aufgefräst, mit Kalk angereichert und im Anschluss wieder verdichtet. Im Gegensatz zu anderen Bestandteilen des Erdreichs verhärtet sich Kalk bei Wasserkontakt und trägt daher dazu bei, dass auch bei starken Regenfällen oder einem hohen Grundwasserstand der Boden nicht aufweicht. In Naila und Tirschenreuth werden zudem noch mehrere Meter tiefe Rüttelstopfsäulen in die Erde eingebracht, um den Boden weiter zu festigen und eine stabile Basis für die Fundamente der Hallen zu schaffen.

Im Boden lauern Herausforderungen.

In Naila sahen sich Robert und sein Team noch mit einer zusätzlichen Herausforderung konfrontiert. „Aufgrund der unmittelbaren Nähe zur Selbitz, die hier fast in unmittelbarer Grundstücksnähe fließt war eine Grundwasserabsenkung notwendig, um die tiefen Fundamente für die Ladezonen des Zustellstützpunktes gießen zu können“, berichtet der Baustellenleiter. Dazu setzte das Team von LIST in der Einfahrt zur Ladezone bis zu drei Meter tiefe Brunnenringe, über die dann mithilfe leistungsfähiger Pumpen das Wasser während der Arbeiten an den Fundamenten abgesenkt wurde.

Doch der Boden hat weitere Tücken. „Um zu verhindern, dass im Untergrund entstehendes – und bei hohen Konzentrationen in der Luft gesundheitsgefährdendes – Radon in die Halle dringen kann, richten wir eine Absaugschicht für dieses Gas im Erdaufbau innerhalb der Halle ein. So wird das Radon unterhalb des Gebäudes in einer grobkörnigen Schotterschicht über perforierte Rohre angesaugt und anschließend über das Gebäudedach kontrolliert abgeführt“, macht Robert Platzer deutlich.
Boden ist eben nicht immer gleich Boden. Um zu verstehen, wie die spezifischen Gegebenheiten auf einem Baugrundstück angepackt werden müssen, sind Fachkenntnisse und Erfahrung unabdingbar. „Dann aber“, sagt Robert Platzer, „können wir dank unterschiedlichster technischer Verfahren nahezu jeden Boden in eine solide Fläche verwandeln, auf der wir bauen können.“