Beratungen zu Klimawandelanpassungsmaßnahmen Schule in Potsdam
Für die Oberlinschule in Potsdam, vertreten durch den Oberlinhaus e. V., begleiten wir im Zeitraum April bis November 2026 Beratungen zu Klimawandelanpassungsmaßnahmen. Diese geschehen im Zuge der Förderrichtlinie „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ (AnpaSo).
Die Förderrichtlinie AnpaSo setzt gezielte Anreize, um soziale Einrichtungen an die Folgen der Klimakrise anzupassen, indem vorbildhafte Modellvorhaben gefördert werden, die notwendige Klimaanpassungsprozesse im Gesundheits-, Pflege- und Sozialsektor möglichst systematisch und integriert angehen und umsetzen.
Das Schulgebäude besteht aus Neubau und Altbau mit einem zentralen, als Schulhof genutzten Außenraum (u. a. Sport– und Spielplatz). Das Projekt wird durch Nicole Bernhardt und Benedikt Scholler bearbeitet.
Als Grundlage wurde bereits eine Betroffenheitsanalyse durchgeführt. Dabei haben wir u. a. simuliert, welche Bereiche der Gebäude und des Innenhofs wie lange der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Zusätzlich wurden vorhandene Temperaturmessungen ausgewertet: In heißen Wochen liegen die Temperaturen im Neubau durchgehend bei ca. 30 bis 34 °C, d.h. das Gebäude kühlt nicht ausreichend ab. Der Unterricht ist daher für die besonders betroffenen Kinder kaum möglich. Im Innenhof gibt es zu wenig Schatten und kühle Rückzugsorte. Entsprechend ist Hitzeschutz das zentrale Handlungsfeld.
Eine Stärke von LIST Eco ist das hohe Potenzial im integralen Zusammenspiel von Klimarisikoanalyse, Außenraumplanung, Biodiversität, Simulation und Gebäudeplanung (sommerlicher Wärmeschutz). Die Leistungen werden bis November 2026 fertiggestellt; zudem werden weitere Fördermittel beantragt.
Klimwandelanpassung: Hitze- und Überflutungsschutz.
Im Rahmen der Beratung wurden die wesentlichen Handlungsfelder für die Klimawandelanpassung an der Oberlinschule herausgearbeitet und in konkrete, umsetzungsorientierte Ansatzpunkte übersetzt. Die nachfolgende Übersicht zeigt beispielhaft potenzielle Maßnahmen für Neubau, Altbau und Außenraum – mit Fokus auf Hitzeschutz sowie ergänzendem Überflutungsschutz im Bestand.
Die Ausganslage (kurz):
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Neubau: fehlender bzw. unzureichender Sonnenschutz und Beschattung; starke Überhitzung der Räume
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Altbau: starke Überhitzung der Räume, Einschränkungen durch Denkmalschutz
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Außenraum: weitgehend versiegelt, wenig Schatten, kein Wasser
Auswahl potenzieller Maßnahmen:
- Hitzeschutz – Neubau: Außenliegenden Sonnenschutz verbessern, Nutzung der Fußbodenheizung zur Kühlung, Fenster mit mechanischer Öffnungsfunktion zur Nachtauskühlung, Beschattung (Fassadenbegrünung, Baumpflanzungen, Pergola)
- Hitzeschutz– Altbau: Verschattung im Rahmen des Denkmalschutzes (z. B. Sonnenschutzfolien, Plissees)
- Überflutungsschutz– Altbau: Regenwasserbewirtschaftung (Rückhaltung, Speicherung, Nutzung, Versickerung, Verdunstung), Anpassung des Entwässerungssystems, Entsiegelung / wasserdurchlässige Bodenbeläge
- Hitzeschutz im Außenraum: Beschattung (Baumpflanzungen, Sonnensegel, Markisen, Pavillons, Pergolen), Mobile Ausstattungselemente, Entsiegelung und Begrünung, Verdunstung von Regenwasser, Multifunktionsflächen (z. B. Spielflächen als Retentionsfläche)