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Was machst du dann? Unsere Kollegen und ihr Lottogewinn.

Wir haben viele Pflichten, denen wir nachkommen müssen, um so für unseren Lebensunterhalt zu sorgen. Was aber, wenn das nicht mehr notwendig wäre. Wenn wir im Lotto gewinnen. Uns nie wieder Gedanken über Geld machen müssten. Wir haben unsere Kollegen gefragt.

Siegmund Wiels

Baustellenleiter bei LIST Bau Nordhorn

Ich würde mir gar nicht sofort Gedanken über Grundsätze und die Gestaltung meines Alltags machen. Mir würde etwas ganz anderes unter den Fingernägeln brennen. Als erstes würde ich meiner Frau und mir zwei heiße Öfen gönnen. Die, mit den Schwingen des Adlers, wenn ihr versteht, was ich meine. Und wenn die Kosten schon keine Rolle mehr spielen, würden wir auch gleich richtig zuschlagen. Dann müssten es schon zwei Harleys mit Oldtimer-Status sein. Zum Schrauben. Und die entsprechenden Ersatz- und Zusatzteile, die ebenfalls ordentlich ins Geld gehen, dürfen natürlich auch nicht fehlen. Und wenn wir so weit sind, dass wir mit den Ladies auf Ritt gehen können, kaufen wir uns einen Van mit Anhänger und steuern verschiedenste Orte an. Von dort aus unternehmen wir Tagestouren. Herrlich. Aber: Hobby ist und bleibt für mich Hobby – nicht mehr und nicht weniger. Die Wochenenden oder gerne auch den einen oder anderen langen Urlaub würden wir sicher so verbringen. Meinen Job würde ich aber behalten. Was das angeht, würde ich weitermachen wie bisher. 


Thore Vogelsang

Kommunikationsdesigner bei der LIST AG

Camper kaufen. Küste von Europa entlang. Eine Lodge in Namibia kaufen. Und nach mir die Sintflut. 


Kerstin Guntelmann

Planungsmanagerin bei LIST BiB Bielefeld

Ich suche seit mittlerweile zehn Jahren hier in Bielefeld nach einem Eigenheim. Aber es ist wie verhext. Das, was mir gefällt, ist entweder zu teuer oder schon weg. Mit der entsprechenden Million auf dem Konto sollte das Problem denke ich schnell gelöst sein. Dann würde ich mir eine Auszeit nehmen, endlich meinen Bootsführerschein machen und mit meiner fetten Yacht, die ich mir dann zulegen würde, übers Mittelmeer schippern. Und ja, alles was danach kommt, überlege ich mir dann.


Frank Veldhoff

Baustellenleiter bei LIST Bau Bielefeld

Ich habe jetzt noch etwas mehr als zehn Jahre bis zur Rente. Natürlich hab ich mir schon Gedanken über die Zeit nach dem Arbeiten gemacht. Und ja, ich kann mir das eigentlich ganz gut vorstellen. Warum also nicht schon morgen damit anfangen? Ich würde definitiv drüber nachdenken, alle beruflichen Pflichten an den Nagel zu hängen. Und dann müsste ich irgendwann unbedingt auf die Osterinseln. Ich bin mit Thor Heyerdahl groß geworden. Das Buch „Kon-Tiki“ habe ich rauf und runter gelesen. Und irgendwie ist da bis heute etwas hängen geblieben. Diese Abgeschiedenheit. Die Weite. Die Kultur. Das wäre schon was. Und wer weiß, vielleicht kann man dort auch länger bleiben. Vielleicht aber auch nicht. Das würde ich einfach auf mich zukommen lassen. 


Silke Berneis-Payer

Teamassistentin bei LIST Bau Rhein-Main

Man mag es kaum glauben. Aber tatsächlich freuen sich meine Kinder nach den Sommerferien darüber, dass sie wieder in die Schule können. Und irgendwoher müssen sie es ja haben. Ich würde bei einem Lottogewinn meine Arbeit nicht aufgeben. Aber das heißt ja nicht, dass ich nicht wüsste, wohin mit dem Geld. Ein Teil des Geldes würde für die Ausbildung meiner Kinder angelegt werden, die natürlich nicht zu sehr verwöhnt werden dürfen. Für uns als Familie würde es ein kleines Häuschen im Süden geben und mein Mann würde das Mountainbike seines Herzens bekommen. Natürlich mit dem Ticket für die Alpenüberquerung. Alle weiteren Familienmitglieder sollen natürlich auch profitieren. Ich würde auf verschiedene Wege für ihre Absicherung sorgen. Darüber hinaus würde ich soziale Projekte unterstützen und bestimmt auch noch eine Kleinigkeit für mich ganz persönlich finden.


Laura Mahr 

Bauleiterin bei LIST Bau München

Halbtagsjob. Viel Reisen. Oft und teuer Essen gehen. Thats it.


Frank Böckmann

Projektleiter bei LIST Bau Nordhorn

Spontan hätte ich Angst vor vielen neuen „besten Freunden“, die plötzlich meine Nähe suchen. Ebenso vor Neidern. Darum wäre mein Bestreben, nach außen nichts zu ändern. Keinem vom Gewinn zu erzählen. Ich würde den Sanierungsstau an unserem Haus erledigen, mehr reisen und mir weniger Gedanken über die Absicherung der Ausbildung & Zukunft meiner Kinder machen. Einen Teil würde ich für soziale Projekte in meiner Region spenden – anonym versteht sich.


Marina Tschritter

Einkaufsassistentin bei LIST Bau Bielefeld

Sommer, Sonne, Strand und Meer. Irgendwohin, wo man sonst nicht hinkommt. Erst einmal raus hier. Aber nicht auf Dauer. Zum Glück gehören für mich auch Aufgaben und Projekte dazu. Ich würde die Arbeit ein wenig zurückschrauben und mich sozial engagieren. Mit meinem Geld aber auch mit meinem Einsatz. Vor der eigenen Haustür aber auch in Entwicklungsländern. Ich würde das unterstützen, was ich für wichtig halte. Den Luxus kann ich mir ja leisten. 


Was würdest du tun?

Du

Leser/in beim LIST Journal

Was würdest du tun, wenn du durch einen Lottogewinn ausgesorgt hättest? Wenn Geldsorgen erst einmal kein Thema mehr sind, was ist das erste, das du wirst? Eine anonyme Spende? Eine nicht-anonyme Spende? Brichst du aus dem Alltag aus und lässt nach dir die Sintflut kommen, oder bleibt erstmal alles beim Alten, damit dein Geld keine falschen Freunde anzieht? Steht eher ein gutes Essen oder ein neues Auto auf deinem Einkaufszettel?

Selbst, wenn du keinen Jackpot knackst – erzähl uns doch, wofür du die Millionen raushauen würdest!

 

Foto: Fotolia: pwmotion


Bauwerk
Aus der Ausgabe 01/2018