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Keine Kür, sondern Pflicht -
After Sales Manager und Gebäude-Mängel.

Sie sind gehasst und ungeliebt – zurecht. Aber irgendwann einmal schlagen sie doch zu: Gebäudemängel. Dann sind unsere After Sales Manager zur Stelle.

Es nützt alles nichts. Hat es ein Mangel geschafft und sich den Weg in ein Objekt gebahnt, schreit er nach Aufmerksamkeit. Und von alleine macht er sich garantiert nicht wieder aus dem Staub. Aber keine Sorge: Auch dafür gibt es Profis. Wird ein Schaden gemeldet, übernimmt bei LIST Bau Bielefeld After Sales Manager Eduard Steffen. Er nimmt den Kampf auf und sorgt dafür, dass der Mangel beseitigt wird. Was Eduard dabei alles erlebt, könnte vielfältiger nicht sein. Grund genug, einmal gemeinsam in seine Welt einzutauchen. Anhand verschiedener Beispiele zeigt er uns, was er nach Fertigstellung der Projekte leistet.  

Fenster klemmen

Kunststofffenster mit Dreifachverglasung haben so oder so schon ein hohes Gewicht. Sind die Griffe dann behindertengerecht – also tiefer als man es sonst kennt – montiert, wirken die Kräfte zusätzlich anders. Somit kann es dazu kommen, dass die Fenster etwas schwerfälliger werden. Was für mich „nur“ schwerfällig ist, wird für die Senioren wiederum schnell zu einer nicht mehr zu überwindenden Hürde. Und auf Frischluft will schließlich niemand gerne verzichten. Deshalb bin ich nach Erhalt der entsprechenden Mangelanzeige auch schnellstmöglich rausgefahren und habe mir das Problem vor Ort selbst angeschaut. Und es war wie gedacht: Die Fenster mussten lediglich ein wenig nachgestellt und geölt werden. In solchen Fällen bevorzugen wir ein hemdsärmeliges Vorgehen und verzichten darauf, einen Nachunternehmer kommen zu lassen. Ich habe den Inbusschlüssel aus dem Auto geholt und selbst Hand angelegt. Mit wenig Aufwand war das Problem behoben. Auch das gehört manchmal dazu. 


Ein Problem, das schnell behoben ist, aber eben erst gefunden werden muss. 

„Kondensatbildung im Kühlhaus“

In der Lebensmittellogistik ist es von besonders großer Bedeutung, dass die Kühlkette der Produkte nicht unterbrochen wird. Um das bei der Errichtung einer neuen Kühl- und Logistikhalle sicherzustellen, ist die Kooperation verschiedener Projektbeteiligter gefragt. So auch in Striegistal bei der Errichtung eines Frischlogistikzentrums: Der Bauherr, der Bauphysiker, der Dachdecker, der Kühlanlagenhersteller und unser Projektleiter haben Hand in Hand gearbeitet. Ein gutes Team, das ich aufgrund der Mangelanzeige „Kondensatbildung im Kühlhaus“ noch einmal zusammengetrommelt habe. Nicht bei jedem Mangel ist die Ursache sofort klar. Jetzt könnte man hingehen und jeder für sich im Dunkeln tappen. Oder aber, man setzt sich zusammen hin und sucht gemeinsam. Also gesagt getan: Wir haben uns aus allen Teilen des Landes auf den Weg in die sächsische Gemeinde gemacht und den Ort des Geschehens inspiziert. Und der Aufwand hat sich gelohnt: Wir haben verschiedene Möglichkeiten durchgespielt und sind im Gespräch der Ursache auf die Spur gekommen. Die Anlage hat bei drei Grad Raumtemperatur 94 Prozent Luftfeuchtigkeit abgegeben. Ein Problem, das schnell behoben ist, aber eben erst gefunden werden muss. 

„Gerüstlagen in der WDVs erkennbar“

Auch optische Mängel sind ein großes Problem. Bauherren investieren viel Geld und Zeit in neue Projekte. Zurecht erheben sie den Anspruch, dass alles so aussieht, wie sie es sich wünschen. Wenn dann – wie bei zwei Sporthallen in Berlin – das Gerüst abgebaut wird, aber am Wärmedämmverbundsystem noch genau zu erkennen ist, wo es einmal stand, ist das einfach Mist. Da habe ich eine ganz klare Meinung. Da mache ich dem für den Putz verantwortlichen Nachunternehmer auch sofort Druck. Aber natürlich kann nicht immer alles wie am Schnürchen laufen. Die ersten Wochen gingen wie abgesprochen für die Erstellung von zwei Musterflächen und deren Freigabe ins Land. Danach machte uns das Wetter mehrfach einen Strich durch die Rechnung. Es regnete ausgerechnet immer an den Tagen, die sich der Nachunternehmer freigeschaufelt hatte. In den kommenden Wochen wird der Putz nun endlich erneuert. Da war auch ich mit meiner Geduld schon fast am Ende. 

„Häufige Störung der BMA“

Für ein Logistikzentrum in Wesseling habe ich eine Anzeige zur Brandmeldeanlage erhalten. Regelmäßige Störungen kosteten den Betreiber der Immobilie große Nerven. Die Bandbreite der möglichen Ursachen war groß. Und aus der Ferne konnte man nicht sagen, wer für den Schaden verantwortlich ist. Aber darum geht es in erster Linie ja eben nicht. Vielmehr darum, dass der Betrieb wieder einwandfrei läuft. Und das haben wir über einen – wie ich finde – guten Kompromiss wieder sichergestellt. Wenige Tage später hätte der Nachunternehmer so oder so die Wartung der Anlage durchführen müssen. Wir haben uns darauf geeinigt, diese kurzerhand vorzuziehen und somit zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Der Mangel war behoben und der Nachunternehmer hatte keine doppelte Anfahrt. Perfekt.

Man könnte meinen, dass man bei schlüsselfertigen Projekten mit dem Tag der Fertigstellung die Akte schließen kann. Aber das Gegenteil sollte der Fall sein. Eduard und seine Kollegen sorgen dafür, dass ihr Auftraggeber nicht allein gelassen wird. Sie stehen dem Bauherrn zur Seite und sagen den Mängeln den Kampf an. Genau dafür sind sie da.


Bauwerk
Aus der Ausgabe 01/2018