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BEG-Förderung | Teil 2: Das Effizienzhaus-Prinzip.

Die Höhe der BEG-Förderung für ein Projekt ist abhängig vom sogenannten Effizienzhaus-Standard. Was dieser umfasst, wie er errechnet wird und ihre Immobilie daraufhin verbessert werden kann, erklären wir in den folgenden Zeilen.

Bei Effizienzhäusern definieren die Werte 40 bis 115 die unterschiedlichen Effizienzhaus-Standards, die erreicht werden können. Je kleiner der Wert, desto geringer ist der Energiebedarf. Entscheidend für die Einstufung für die spätere Förderung sind der Primärenergiebedarf und der Transmissionswärmeverlust der Immobilie. 


Primärenergiebedarf (QP)

Beschreibt, wie viel Energie ein Gebäude für die Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung, Kühlung und eingebaute Beleuchtung von außen aus fossilen Brennquellen benötigt. Neben dem Bedarf im Haus wird auch der Aufwand für Gewinnung, Aufbereitung und Transport der Brennstoffe berücksichtigt.



Transmissionswärmeverlust (HT)

Beschreibt, wie viel Wärme über die Hüllflächen eines Gebäudes verloren geht. 



Energetische Grenzwerte 

Für QP und HT sind Grenzwerte definiert. Ermittelt werden können diese über ein prozentuales Verhältnis zum Referenzgebäude. Bei einem Effizienzhaus 100 darf der der Durchschnitts-Primärenergiebedarf beispielsweise 100 Prozent und der Durchschnitts-Transmissionswärmeverlust 115 Prozent eines Referenzgebäudes entsprechen. 



Exkurs: Was sind Referenzgebäude?

Das Referenzgebäude ist ein virtuelles Gebäude, das baugleich zum geplanten Objekt zu betrachteten ist. In der EnEV 2016 sind für jedes energetisch relevante Bauteil dieses Referenzgebäudes genaue Werte definiert. Gehen wir beispielsweise von einem Referenzgebäude mit Soll-Temperaturen im Heizfall von über 19 °C aus. Dann haben das Dach einen U-Wert von 0,15 W/(m²*K) oder die Außenwände von 0,21 W/(m²*K). Die Heizung hätte eine Systemtemperatur von 55/45 °C. Um nur einmal ein paar konkrete Beispiele zu benennen. Bei der Übertragung dieser Werte auf ein Neubauprojekt gibt es ausreichend Gestaltungsspielraum. Die Werte müssen nicht im Einzelnen eins zu eins, sondern „nur“ im Durchschnitt für QP und HT erreicht werden.


Und wie erreiche ich ein effizientes Gebäude?

Niedrige Werte lassen sich sowohl bei Neu-, als auch bei Bestandsbauten durch eine gute Dämmung oder die Erneuerung der technischen Anlagen in Bestandsbauten erreichen. Im Bestandsbau ist das anzustrebende Niveau nicht übermäßig hoch. Dieses wird in der Regel schon erreicht, wenn das Objekt auf den aktuell gängigen Stand der Dämmung und der Technik gebracht wird. Mit nur wenigen Anpassungen und geringen Mehrkosten sind die Projekte vermutlich schon auf dem Standard eines Effizienzhauses 100. Darüber hinaus ist dann abzuwägen, in welchem Verhältnis Mehrkosten und Fördermittel stehen. Das Referenzgebäude bietet dabei aber beispielsweise durch den Einsatz regenerativer Energie-Systeme noch ausreichend Möglichkeiten zur Optimierung. 

Bei Neubauten verhält es sich ähnlich: Niedrige Werte lassen sich durch eine gute Dämmung und/oder den Einsatz regenerativer Energie-Systeme erreichen. Auch hier lässt das Referenzgebäude noch ausreichend Potenzial zur weiteren Verbesserung. Natürlich entstehen dabei Mehrkosten, diese können aber deutlich unter den möglichen Zuschüssen liegen. 

Ihre Ansprechpartner.

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