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Mehr als Fußball –Jugend- und Integrationsarbeit in Vereinen.

In vielen Fußballvereinen wird nicht einfach ‚nur‘ Fußball gespielt. Die aktiven Trainer und Verantwortlichen sehen sich aktuell ganz besonders mit den großen gesellschaftlichen Aufgaben konfrontiert: Integrationsarbeit für Jugendliche – mit Behinderung und mit Migrationshintergrund – ist das erklärte Ziel und tägliche Aufgabe.

Auch einige unserer Kollegen arbeiten aktiv im Vereinsleben ebendieser Fußballvereine mit und leisten direkte Jugendarbeit vor Ort. So zum Beispiel unser Kollege Horst Wiggers. Er und seine Vorstands- und Trainerkollegen von Sparta 09 Nordhorn wissen ganz genau, was der eigentlich Sinn ihrer Arbeit ist. Es geht längst nicht nur um das Fußball spielen an sich, sondern darum, dass die sonst benachteiligten Kinder und Jugendliche Teil eines Teams werden. Und, dass sie am Vereinsleben teilnehmen können wie

jeder andere auch und dabei häufig über sich selbst hinaus wachsen. Damit aber nicht genug: Zusätzlich guckt der Verein auch noch geographisch „über den Tellerrand“ und unterstützt aktiv seinen Partnerverein in Uganda – durch Engagement sowie Geld- und Sachspenden wird von Nordhorn aus dazu beigetragen, dass Kinder aus Armenvierteln eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung haben und dass besonders Talentierte eines der begehrten Stipendien für Privatschulen erhalten.

Wir sind davon überzeugt, dass die Förderung von Fußballvereinen, die aktive Jugend- und Integrationsarbeit leisten, genau das Richtige ist, um gesellschaftlich etwas zu bewegen. Neben Sparta 09 Nordhorn werden wir in diesem Jahr auch die Vereine SUS LAGE und Vfl Weiße Elf unterstützen.


 

 

 

 

Rivera Collata.Ein leerer Bauch studiert nicht gern.

Besonders in den ländlichen Regionen in den Hochanden von Perú leiden die Menschen unter Mangelernährung. Die Folgen bekommen besonders die Kinder zu spüren. In einem Dorf auf 4.000 m Höhe im peruanischen Hochland kamen deshalb nur noch 20 Kinder zur Schule. Das Schulzentrum sollte aufgegeben werden und damit die Perspektive für die Zukunft einer ganzen Generation.

Mithilfe des Vereins monsun e.V. wurde eine Schulküche gebaut. Ein Projekt zur Einbindung lokaler Produzenten und Händler stellt seitdem die Versorgung dauerhaft sicher. Seit 2014 helfen auch die schuleigenen Hühner mit frischen Eiern bei der Versorgung mit. Wie diese Hilfe wirkt, zeigt die Schülerzahl: Etwa 65 Kinder kommen jetzt wieder jeden Tag zur Schule und von der Schließung der Einrichtung ist heute keine Rede mehr.

Seit sechs Jahren leitet unser Kollege Jens Hasekamp den Verein monsun e.V. und engagiert sich zusammen mit seiner aus Perú stammenden Frau ehrenamtlich für das Schulprojekt. Seit vielen Jahren kennen sie die Region, aus der Madú Hasekamp gebürtig stammt und in der Jens Hasekamp im Rahmen seines Studiums tätig war. Vor 10 Jahren haben sie in Perú geheiratet, seit 2005 leben sie mit ihrer Familie in Osnabrück. Wir freuen uns, dieses Engagement zu unterstützen und verbinden damit die Gewissheit, für die Kinder des Dorfes etwas Greifbares bewegt zu haben.

Weitere Infos und Fotos vom Projekt finden Sie unter www.monsun-ev.org.


Ferien vom Krieg –Dialoge über Grenzen hinweg.

Seit der palästinensischen Revolte in der zweiten Intifada und den verstärkten Repressionen der israelischen Besatzung durch Ausgangssperren, Mauerbau usw. ist es immer schwieriger bis unmöglich, dass sich Menschen aus Israel und Palästina (Westbank) zu Hause begegnen. Im Sommer 2002 wurden mit Hilfe der Aktion „Ferien vom Krieg“ zum ersten Mal junge Menschen aus der Krisenregion zu einer gemeinsamen Freizeit eingeladen. Seitdem verlebten 900 junge Erwachsene aus Israel und 900 aus Palästina zwei gemeinsame Wochen in Deutschland, in denen unter einem Dach gelebt, erzählt, zugehört, debattiert wurde und auch gestritten, getrauert, gefeiert und gelacht.

Die jungen Menschen aus den verfeindeten Gruppen hören bei den Dialogseminaren einander zu und lernen die fremde Sicht auf die Konfliktgeschichte kennen. Diese Begegnungen sind intensiv und schmerzhaft, gleichzeitig sind sie hoffnungsvoll und ermutigend.

Die Aktion „Ferien vom Krieg“ zeigt, dass es in Kriegsgebieten neugierige junge Menschen gibt, die der jeweils herrschenden Propaganda nicht mehr trauen und die ihre angeblichen Feinde von Angesicht zu Angesicht kennen lernen wollen.

Mehr dazu unter www.ferien-vom-krieg.de



L’eau c’est la vie. Für verbesserte Trinkwasserversorgung.

Haben Sie schon mal einen 15 Meter tiefen Schacht mit einem Spaten ausgehoben? Der Handaushub gehört zu den üblichen Arbeiten, wenn man im Südkamerun einen Brunnen erstellt.

„Vier bis fünf Monate haben wir für den Bau eines Brunnen benötigt", erzählt unser Kollege Hans Ströcker über die Zeit als Entwicklungshelfer im Departement Nyong et Kelle in Kamerun.  Dort leitete er Ende der 80er für zwei Jahre ein Trinkwasserversorgungsprojekt für die deutsche Entwicklungshilfe. Mit Unterstützung regionaler Helfer hat Hans in seiner Zeit – nach Sprachkurs und Haussanierung – drei Brunnen mit mechanisch funktionierenden Handpumpen bauen können. Hört sich nicht so viel an, aber … „Ein Mann muss in den Schacht klettern und ihn mit einem Spaten bis zu 23 Meter tief ausheben", so Ströcker über die abenteuerlichste Aufgabe im Bauprozess. Vor dem Bau stand noch Überzeugungsarbeit bei der Dorfgemeinschaft an. Bisher waren die Frauen oft kilometerweit gelaufen, um das Wasser aus einem

Fluss oder manchmal nur einer Pfütze zu holen. „Der Zusammenhang zwischen unsauberem Wasser und hoher Kindersterblichkeit ist für die ländliche Bevölkerung schwer verständlich."

Die Schweizer Stiftung St. Martin hat sich das Projekt „L’eau c’est la vie" („Wasser ist Leben") zur Hauptaufgabe gemacht. Seit 1989 konnten so bereits mehr als 1.400 Brunnen entstehen. Ein Projekt, das mit viel Engagement für eine verbesserte Trinkwasserversorgung der ländlichen Bevölkerung in Südkamerun kämpft, ohne die Menschen von der Hilfe abhängig zu machen.

Mehr unter www.martinstiftung.ch